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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Berlin

11.06.2008
Pflanzenöle in der Küche - öfter mal Rapsöl bevorzugen
Verbraucherzentrale informiert zur Auswahl und richtigen Lagerung

Pflanzenöle sind wertvolle Fette und sollen täglich, aber wegen des hohen Kaloriengehaltes sparsam verzehrt werden. Sie unterscheiden sich ernährungsphysiologisch gesehen in ihrer Fettsäurezusammensetzung, im Geschmack und in ihren Verwendungsmöglichkeiten.

Der Anteil der einzelnen Fettsäuren, auch Fettsäuremuster genannt, bestimmt den ernährungsphysiologischen Wert eines Öles. Insbesondere Omega-3-Fettsäuren wirken ausgesprochen positiv und sollten mehr verzehrt werden, Omega-6-Fettsäuren dagegen weniger, empfiehlt die Verbraucherzentrale Berlin.

Omega-3-Fettsäuren wie z.B. die Alpha-Linolensäure, Eicosapentaensäure (EPA) oder Docosahexaensäure (DHA) können den Blutcholesterinspiegel senken, wirken neutral bei entzündlichen Prozessen und positiv auf Blutdruck und Blutgerinnung. Ein sehr günstiges Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren hat das Rapsöl.

Einen hohen Anteil an günstigen Fettsäuren haben neben Rapsöl auch Leinöl, Olivenöl und Sojaöl, aber auch Kaltwasserfische wie Hering, Lachs, Makrele und Thunfisch. Deshalb sind täglich 1 bis 2 Esslöffel dieser Öle plus zwei Mal wöchentlich fettreicher Fisch wünschenswert. Sonnenblumenöl ist ernährungsphysiologisch nicht so wertvoll wie lange angenommen, weil es viele Omega-6-Fettsäuren enthält, wie z. B. die Linolsäure. Diese können zwar auch den Blutcholesterinspiegel senken, fördern jedoch entzündliche Prozesse und sollten insgesamt weniger verzehrt werden.

Kaltgepresste Öle haben einen arttypischen Geschmack und eine eher begrenzte Haltbarkeit. Sie eignen sich für die kalte Küche und schonende Erwärmung. Raffinierte Öle schmecken eher neutral und haben einen hohen Rauchpunkt. Mit ihnen ist man auch beim Braten gut bedient.

Neben der Auswahl ist die richtige Lagerung von großer Bedeutung, da Öle anfällig für eine unerwünschte Oxidation sind. Speiseöle sollten deshalb immer dunkel und kühl bei 6 bis 10 Grad Celsius gelagert werden.

Angebrochene Flaschen gehören gut verschlossen in den Kühlschrank und sollten binnen 4 bis 8 Wochen verbraucht werden. Hier kann das Öl zwar fest werden oder ausflocken, doch das schadet nicht der Qualität und bei Zimmertemperatur wird es rasch wieder flüssig.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Berlin e.V., Hardenbergplatz 2 , 10623 Berlin
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-berlin.de/link486821A.html