Ab kommendem Montag drohen Streiks bei der BVG, der S- und Regionalbahn, Berlin lahm zu legen. Ein Ausweichen auf nicht bestreikte öffentliche Nahverkehrsmittel ist dann nicht mehr möglich.
Viele Berliner verfügen über eine bezahlte Monats- oder Jahreskarte, die sie aufgrund des Streiks zeitweise nicht nutzen können. Inhaber bezahlter Zeitkarten sollten bei streikbedingtem Ausfall von BVG, S-Bahn und Regionalbahn für die Dauer des unbefristeten Streiks zumindest anteilig die bereits bezahlten Fahrkosten zurückfordern.
„Wir werden prüfen, welche Ansprüche den Kunden mit bezahlten Zeitkarten im Einzelfall zustehen. Unter Umständen beabsichtigen wir Musterprozesse gegen die Verkehrsbetriebe im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg“, so Gabriele Francke, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Berlin. „Ein Fall der höheren Gewalt liegt nach unserer Auffassung bei den betriebsinternen Auseinandersetzungen um Tarifverträge und Tariferhöhungen nicht vor. Wir fordern allerdings den Senat von Berlin auf, alles zu tun, um die Mobilität der Berliner zu garantieren.“
Für viele Berliner, die nicht mit einem eigenen Auto, durch eine Mitfahrgelegenheit, mit dem Fahrrad oder zu Fuß ihren Arbeitsplatz erreichen können, dürfte es schwierig oder sogar aussichtslos sein, ihr Ziel zu erreichen. Und nicht alle können sich – vor allem bei weiten Strecken – ein Taxi leisten.
Bei aller Sympathie für die Arbeitnehmer der Berliner Verkehrsbetriebe: Der Streik kann für alle unabsehbare Folgen haben!
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