In der Verbraucherzentrale ist ab Donnerstag das neue Spenden-Siegel-Bulletin des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen/DZI erhältlich, in dem die Organisationen aufgelistet sind, die das Spenden-Siegel erhalten haben. Der ausführliche, gerade neu erschienene DZI Spenden-Almanach kann in der Verbraucherzentrale eingesehen werden und ist im Buchhandel oder über das DZI zum Preis von 12,80 Euro erhältlich.
Das Bulletin enthält Hilfswerke, die das Spenden-Siegel beantragt haben, die Kosten für die Prüfung übernehmen und die Prüfkriterien erfüllen. Werden bis zu 20 Prozent der Spenden für den Verwaltungsaufwand ausgegeben, gilt das als angemessen, maximal 35 Prozent wertet das Institut als noch vertretbar. Die Organisation von Hilfe in Krisenländern oder die Spendenwerbung für weniger „populäre“ Zwecke wie Blinden-, Alten- oder Behindertenhilfe können schließlich hohe, aber unvermeidliche Kosten verursachen. Geprüft werden auf deren Antrag alle gemeinnützigen Hilfswerke, die überregional Spenden sammeln. Trägt ein Spendenaufruf den Sternenkranz mit DZI-Siegel, kann der Verbraucher sicher sein, dass die Organisation eindeutig und sachlich wirbt, sparsam wirtschaftet und Gelder nachprüfbar ausweist.
Hier einige Tipps, worauf zu achten ist:
* Nichts unterschreiben, wenn die Seriosität nicht hundertprozentig erwiesen ist! Auch nicht, wenn der Werber die Unterschrift angeblich als Nachweis benötigt. Möglicherweise wird dadurch ungewollt eine längerfristige Fördermitgliedschaft ohne Widerrufsmöglichkeit eingegangen.
* Durch Zusendung von unbestellten Waren – z. B. Karten, die angeblich von behinderten Menschen hergestellt wurden – sollte sich niemand zur Zahlung verpflichtet fühlen. Unbestellte Ware muss auch nicht aufbewahrt oder zurückgeschickt werden. Seriöse Spendenorganisationen setzen Spender nicht unter Druck, auch nicht durch unbestellte Warensendungen.
* Falls Sie einer Organisation Geld spenden wollen, die kein DZI-Siegel vorweisen kann, prüfen Sie, ob es sich zumindest um eine gemeinnützige Organisation handelt. Gemeinnützige Spendenaufrufe nennen das Datum des jüngsten finanzamtlichen Freistellungsbescheids.
* Das DZI gibt auf schriftliche Anfrage auch Auskünfte zu vielen hundert Organisationen ohne Spenden-Siegel.
DZI Spenden-Tipps finden Interessenten auf der Seite
www.dzi.de.Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

