In der Verbraucherzentrale melden sich im Moment täglich eine Vielzahl von Anlegern, die bei den im vorigen Jahr in die Insolvenz gefallenen Unternehmen Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West und DM-Beteiligungen Teilschuldverschreibungen erworben haben. Sie alle haben Post erhalten von unterschiedlichen Interessengemeinschaften, die um weitere Angaben bitten und versprechen, dass über sie Ansprüche gegenüber den Initiatoren, gegenüber Wirtschaftsprüfern und anderen Personen geltend gemacht werden können. Zum Teil sind die entsprechenden Angaben erst einmal kostenlos; eine dieser Interessengemeinschaften verlangt allerdings von vornherein eine einmalige pauschale Gebühr in Höhe von Euro 450,00 zzgl. MwSt. und eine Pauschale von 250 Euro für ein Schlichtungsverfahren, dessen Erfolg mehr als zweifelhaft ist.
"Als Verbraucherzentrale können wir vor solchen Offerten nur eindringlich warnen", so Dr. Peter Lischke, Referent für Finanzdienstleistungen. "Sie bedeuten fast immer, dass noch einmal gutes Geld schlechtem Geld hinterher geworfen wird". So auch im vorliegenden Fall. Die Firmen sind insolvent, der Insolvenzverwalter hat festgestellt, dass vom ursprünglichen Vermögen nur noch Reste vorhanden sind, und damit stellt sich die Frage, wo diese Interessengemeinschaften und die hinter ihnen stehenden Anwälte Geld für die Betroffenen herholen wollen.
Fragen zur Geldanlage und Altersvorsorge?
Die Verbraucherzentrale berät persönlich nach Anmeldung unter Telefon 214 85-260 oder telefonisch unter 0900-1-8877-102 (1,86€/Min. aus dem deutschen Festnetz)
Dienstag + Donnerstag 14 bis 17 Uhr
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

