Landwirtschaft und Ernährung sind in Deutschland zu etwa einem Fünftel am Treibhauseffekt beteiligt. Wer selbst zum Klimaschutz beitragen möchte, dem bieten sich beim Einkaufen und Essen viele Möglichkeiten. Durch die bewusste Auswahl und den regionalen Einkauf von Lebensmitteln lässt sich die private Klimabilanz deutlich verbessern: So wird zum Beispiel für ein Kilogramm Erdbeeren, das außerhalb der Saison aus Südafrika eingeflogen wird, rund 200mal mehr Erdöl verbraucht als für ein Kilogramm saisonal geernteter Erdbeeren aus der Region.
"Highlight" des Klimaschutzes sind pflanzliche Lebensmittel – zum Beispiel Gemüse –, die aus der Region (Umkreis von 100 km) kommen, saisonal geerntet und nach den Regeln des ökologischen Landbaus erzeugt wurden. "Bewegt sich der Speiseplan insgesamt in Richtung mehr Obst und Gemüse und dafür weniger Fleisch und "konzentrierter" fettreicher Produkte wie Butter, Sahne und Salami, dann ist der "Klima-Esser" perfekt und fördert gleichzeitig seine Gesundheit", resümiert Christoph Römer von der Verbraucherzentrale Berlin.
Die Verbraucherzentralen starten am Tag der Regionen, dem 5.10.2008, der unter dem Motto "Klimaschutz durch kurze Wege" steht, ihre Aufklärungskampagne zum klimagesunden Essen. Verbraucherinformationen und Anschauungsmaterial machen deutlich, wie das Einkaufs- und Essverhalten die Entstehung klimaschädlicher Gase und den Verbrauch fossiler Brennstoffe verringern kann.
• Das Faltblatt "Klimaschutz schmeckt" ist kostenlos in der Verbraucherzentrale Berlin erhältlich oder gegen einen adressierten und mit 0,55 € frankierten Rückumschlag bei der Verbraucherzentrale zu bestellen.
• Weitere Informationen hält der Ratgeber "Vollwertküche - schmeckt gut, tut gut, schont die Umwelt" bereit. Er kostet 7,80 €. Für zusätzlich 2,50 € bei Einzelversand, kommt er – mit Rechnung – ins Haus.
• Ergänzende Informationen liefern die bundesweiten Internetangebote der Verbraucherzentralen "Appetit auf Huhn und Pute", Einkaufsführer zu Geflügel aus extensiver Haltung unter www.huhnundpute.de sowie "Alles Öko?" Infos rund um Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft unter www.allesoeko.net. Das Faltblatt "Alles Öko?" gibt es kostenlos in der Verbraucherzentrale.
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