Bündnis 90/Die Grünen fordern zusätzliche Mittel für die Verbraucherzentrale zur Einrichtung einer kostenlosen Telefonberatung, speziell zu Fragen im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise. Mit der gegenwärtigen Finanz- und Personalausstattung der VZ ist die zunehmende Flut von Anfragen verunsicherter Anleger nicht zu bewältigen.
Das Beispiel der Finanzmarktkrise mit ihren - zum Teil einschneidenden - Auswirkungen für die Verbraucher und der damit verbundene akute Beratungsbedarf der Anleger verdeutlicht erneut die prekäre Finanzlage der Verbraucherzentrale Berlin. Aufgrund fortlaufender und weitreichender Mittelkürzungen seit 1995 – zuletzt um 33 Prozent im Jahr 2005 – ist die Verbraucherzentrale Berlin zurzeit nicht in der Lage, dem dringenden Beratungsbedarf der Berliner Verbraucherinnen und Verbraucher auch nur annähernd gerecht zu werden. Dies gilt auch, soweit es die zahlreichen Anfragen nach Finanzexperten von Seiten der Medien betrifft. Im Bereich Finanzdienstleistungen ist derzeit nur ein Fachreferent beschäftigt, eine - ursprünglich besetzte - zweite Stelle musste infolge der Kürzungen aufgegeben werden. Nicht besser sieht es in den anderen Arbeitsbereichen der Verbraucherzentrale aus, deren personelle Ausstattung von der institutionellen Förderung durch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz abhängig ist.
Die Verbraucherzentrale unterstützt daher nachdrücklich die Forderung der Grünen Fraktion auf die umgehende Zuweisung zusätzlicher Finanzmittel, um den betroffenen Anlegern rasch und wirksam zur Durchsetzung ihrer Rechte gegenüber den Banken zu verhelfen. Die Politik, welche die Verbraucher wiederholt zu einer privaten Alters- und Risikovorsorge angehalten hat, darf die Betroffenen im Kampf um ihre berechtigten Ansprüche jetzt nicht ohne Unterstützung lassen.
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