Datenskandal und kein Ende absehbar ?
Der jüngste Skandal um Kundendaten bei der Berliner Landesbank hat es wieder deutlich gezeigt: Jeder Kunde muss mit seinen persönlichen Daten ganz sorgfältig umgehen und sollte genau überlegen, an wen er diese weitergibt.
Auf der anderen Seite zeigt sich aber auch, dass die Einführung neuer Bezahlsysteme, wie z. B. mittels Kreditkarten stärkere Missbrauchsmöglichkeiten mit sich bringt, als die bisher in Deutschland üblichen Bezahlsysteme wie Überweisung, Lastschrift und Dauerauftrag. Hier sind die Banken gefordert, ihrer Verantwortung hinsichtlich eines sorgfältigen Umgangs mit den Kundendaten gerecht zu werden. Es kann nicht sein, so Dr. Peter Lischke, Stellv. Geschäftsführer der Verbraucherzentrale, dass die Kreditinstitute in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen hinsichtlich des Umgangs mit den Bankdaten, so z. B. den PIN Nummern von den Kunden allergrößte Sorgfalt verlangen, sie selber aber offensichtlich nicht sorgfältig genug mit solchen Daten umgehen. Das zeigt sich auch im ungeschützten Versand von Bankkarten und den entsprechenden Geheimnummern mittels normaler Briefpost.
Datenschutz ist ein wesentlicher Bestandteil eines effektiven Verbraucherschutzes und er ist zugleich eine ganz wesentliche Voraussetzung für das Funktionieren der Bankgeschäfte. Die jetzt festgestellten Sicherheitslücken im System des Datenschutzes bei der Landesbank Berlin tragen keinesfalls dazu bei, das sowieso im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise in Mitleidenschaft gezogene Vertrauensverhältnis zwischen Banken und deren Kunden zu festigen. Jede Bank ist daher gut beraten, ihre Sicherheitssysteme zu überprüfen. Das gilt auch für jeden Bankkunden bezüglich seiner Kontoauszüge. Unberechtigte Abbuchungen sollten unverzüglich rückgebucht werden.
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