Direkt zum Inhalt
  • Seite drucken
  • Seite empfehlen
  • Warenkorb
  • Fragen zum Auftritt?
  • Tipps zur Schriftgrößenänderung

Aktueller Ratgeber

Titelbild des Ratgebers Wenn die Pfändung droht

Wenn die Pfändung droht


11,90 EURO
160 Seiten

Zum Ratgeber-Shop

Aktuelle Ergebnisse der

Stiftung Warentest

Produktfinder Staubsauger

Die besten Staub­sauger für Sie

Fernseher

15 aktuelle Fernseher im Test

Drucker-Scanner-Kombis

Überraschung im Detail

Service für Journalistinnen und Journalisten

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Berlin

12.05.2009
"Ohne Gentechnik"-Produkte: Fehlanzeige im Supermarkt
Verbraucherzentrale beklagt dürftiges Sortiment in den Regalen

Drei Viertel der Bundesbürger würden tierische Lebensmittel mit dem Label "ohne Gentechnik" kaufen, wenn diese gekennzeichnet wären. Das ergaben aktuelle Meinungsumfragen. Doch die Verbraucher suchen fast immer vergeblich nach diesen begehrten Produkten im Supermarktregal.

Mit dem Label können Firmen seit dem 1. Mai 2008 freiwillig Lebensmittel tierischer Herkunft, wie Eier, Milch oder Fleisch von Kühen, Schweinen oder Hühnern kennzeichnen, wenn diese keine Futtermittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen zu fressen bekommen haben. "Die geringe Verbreitung des Labels lässt vermuten, dass diese Futtermittel in großem Umfang eingesetzt werden, ohne dass dies die Verbraucher erfahren. Solange der Gegenbeweis fehlt, müssen Verbraucher davon ausgehen, dass Milch, Eier oder Fleisch, die nicht mit ‚ohne Gentechnik’ gekennzeichnet sind, mit Gentechnik in Berührung gekommen sind", sagt Christoph Römer von der Verbraucherzentrale Berlin.

Erst kürzlich konnte Greenpeace den Lieferanten von Milchmarken, wie "Weihenstephan", "Bärenmarke" und "Allgäuland", nachweisen, dass sie ihre Kühe mit gentechnisch verändertem Sojaschrot füttern. Die fehlende Transparenz wird durch die Kennzeichnungslücke für tierische Lebensmittel ermöglicht. Sie müssen nicht als "gentechnisch verändert" gekennzeichnet werden, trotz des Einsatzes von gentechnisch veränderten Futtermitteln. So gelangen Produkte in die Supermarktregale, die eine Mehrheit der Verbraucher eigentlich nicht will.

Wenn die Anbieter nicht freiwillig dem verbreiteten Bedürfnis nach Wahlfreiheit nachkommen, sollte die Politik nach Auffassung der Verbraucherzentrale Nägel mit Köpfen machen und die Kennzeichnung "ohne Gentechnik" verpflichtend einführen. Das hätte auch den Vorteil, dass ein einheitliches Label für Klarheit sorgt. Bisher sind die Labels je nach Anbieter in der Gestaltung unterschiedlich. Das führt zu weiterer Verwirrung bei Verbrauchern und fördert nicht den Bekanntheitsgrad des Zeichens.

Auch der Handel sollte sich nicht länger aus seiner Verantwortung stehlen und dem Wunsch der Verbraucher nach Lebensmitteln ohne Gentechnik nachkommen. Das könnte beispielsweise mit Eigenmarken, die das Logo "ohne Gentechnik" tragen, gelingen.

Eine Liste mit Lebensmitteln mit dem Label "ohne Gentechnik" ist im Internet auf den Seiten der Verbraucherzentrale Hamburg www.vzhh.de einzusehen.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Berlin e.V., Hardenbergplatz 2 , 10623 Berlin
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-berlin.de/link565971A.html