Niemand gibt es gerne zu, doch nahezu jeder Haushalt hat schon mit lästigen Eindringlingen in Küche und Vorratslager gekämpft. Als Einzeltier noch harmlos, bereiten Scharen von Essigfliegen, merkwürdige Gespinste in Gewürzen und Backzutaten oder Fraßlöcher auf Getreide so manchem Kopfzerbrechen. "Bei warmfeuchtem Klima während der Sommermonate vermehren sich Vorratsschädlinge schnell um ein Vielfaches", so Silvia Bilan von der Verbraucherzentrale Berlin. "Rechtzeitig vorbeugen ist der beste Schutz."
Mit folgenden Tipps können die Plagegeister weitgehend von der Küche ferngehalten werden:
• Vorräte stets kühl und trocken lagern, am besten in gut schließenden Behältern aus Glas, Metall oder lebensmittelgeeignetem Kunststoff.
• Beim Einkauf auf Mindesthaltbarkeitsdatum und eine unversehrte Verpackung achten.
• Lebensmittel im Vorratsschrank regelmäßig überprüfen und so ordnen, dass zuerst Gekauftes auch zuerst wieder verbraucht wird.
• Angegammeltes Obst und Abfälle unverzüglich aus der Küche entfernen, diese locken sonst lästige Insekten in Scharen an. Abfallbehälter im Sommer öfter ausleeren.
• Verschüttete Lebensmittel oder Getränke gleich aufwischen und gründlich nachreinigen. Solche Reste sind ein gefundenes Fressen für Ameisen und Co.
• Fliegennetze vor Fenstern und Balkontüren halten Motten und Fliegen ab. Der Duft von ein oder zwei Lorbeerblättern in Getreidevorräten wirkt abschreckend auf Fraßschädlinge.
Sind die Schädlinge schon da, hilft nur gründliches Entfernen – aber ohne Chemie:
• Alle befallenen Vorräte müssen weggeworfen werden. Diese sind durch Kotreste und Tierkörperteile auch aus hygienischer Sicht nicht mehr brauchbar.
• Vorratsschränke oder Regale sollten sorgfältig ausgesaugt werden. An schlecht zugänglichen Stellen kann man auch mit dem Fön arbeiten. Dadurch werden auch möglicherweise abgelegte Eier in Ritzen und Spalten entfernt.
• Danach sind Schränke und Regale feucht abzuwischen und - soweit möglich - mit Essigwasser nachzuspülen. Um sicher zu gehen, dass alle Eier entfernt sind und nicht weitere Tiere schlüpfen können, sollten das Ganze nach 14 Tagen wiederholt werden.
Falls der Härtefall eingetreten ist und sich beispielsweise Schaben eingenistet haben, sollte professionelle Hilfe zu Rate gezogen werden.
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