Billigster Ramsch zu überhöhten Preisen statt Geschenken und Gewinn – Vorsicht bei "Gewinnübergabeterminen"!
Eine Firma schreibt massenhaft Verbraucher an, denen angeblich die Auszahlung eines Gewinns versagt blieb. Als "Kämpfer für Ihr Recht" will das Unternehmen dafür Sorge tragen, dass alle "Geschädigten" zu ihrem Geld kommen. Doch dahinter steckt nur eins: Abzocke.
Dr. Schneider & König Finanzdienstleistungen wendet sich mit einem seriös wirkenden Brief vorwiegend an ältere Personen. Ein Gewinn der Firma Phillips Lotto Service sei "aus unbekannten Gründen" nicht ausgezahlt worden. Nun, so heißt es weiter, sei es gelungen, "eine angemessene Summe zu realisieren".
In den der Verbraucherzentrale vorliegenden Schreiben folgt zurzeit stets eine Aufstellung: Von 1000 Euro Gewinnsumme plus 20,32 Euro Zinsen werden eine Geschäftsgebühr in Höhe von 53,60 Euro und 20 Euro für Post- und Telekommunikation abgezogen. Das stattliche "Restguthaben" in Höhe von 946,72 stehe nun für den Empfänger des Briefes bereit. Der Gewinn werde in einer der Filialen im Großraum Berlin ausgezahlt. Sogar geeignete Verkehrsmittel für die Hin- und Rückfahrt würden zur Verfügung gestellt. Außerdem verspricht der Unterzeichner, ein gewisser W. Bergmann, ein wunderschönes Rahmenprogramm mit kostenlosem Frühstück und einem warmen Imbiss.
Die Verbraucherzentrale warnt eindringlich davor, auf diese Einladungen zu reagieren. Bei dieser Art von Werbung handelt sich schlicht um eine Einladung zu einer Verkaufsveranstaltung, einer sogenannten Kaffeefahrt, bei der in der Regel Waren oder Reiseleistungen zu extrem überhöhten Preisen angeboten werden.
Nach den Erfahrungen der Verbraucherzentrale Berlin kommt es niemals zur Auszahlung der angekündigten Gewinne oder zur Übergabe von Preisen. Deshalb gibt es für diese Schreiben nur einen richtigen Platz: den Mülleimer.
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