Klimaschutz liegt im Trend, auch die Unternehmen stellen sich darauf ein: Viele Anbieter werben mit Worten wie "klimafreundlich", "klimaneutral" oder "klimaschonend" für ihre Angebote. Vor allem Autobauer und Energieunternehmen geben ihren Produkten einen "grünen Anstrich". Opel etwa wirbt mit "umweltfreundlichem CO2-Ausstoß", VW verspricht "Fahrspaß mit reinem Gewissen", und E.ON verkauft Solarstrom mit "sonnigen Aussichten". Ob es sich um ehrliche Produktinformation oder Etikettenschwindel handelt, können die Verbraucher oft nicht erkennen, klare Regeln für die Werbung fehlen.
Deshalb sammeln die Verbraucherzentralen nun zunächst Hinweise auf Werbung mit Klimaschutzargumenten. Zeitungsanzeigen, Produktaufkleber, Werbezettel, Internetseiten, TV- oder Radiospots, die mit "Klima"-Schlagworten werben, können direkt an die Verbraucherzentrale Berlin geschickt oder unter www.verbraucherfuersklima.de eingetragen werden.
Regeln für "grüne Werbung" entwickeln
Die Verbraucherzentralen prüfen die Angaben und gehen gegebenenfalls juristisch gegen die Werbung vor. Das soll helfen, den Markt transparenter zu gestalten und Regeln für "grüne Werbung" zu entwickeln.
Die Notwendigkeit dazu hat auch das Meinungsforschungsinstitut Prognos belegt: Im Rahmen einer von der Verbraucherallianz "fürs klima" beauftragten Befragung zeigte sich, dass Verbraucher durchaus klimabewusst konsumieren möchten. Sie sehen die Hemmnisse für klimafreundliches Verhalten jedoch in mangelnder Transparenz und einem zu geringen Angebot klimaschonender Produkte und Dienstleistungen. (Details zur Studie unter www.verbraucherfuersklima.de.)
für mich. für dich. fürs klima. ist ein Bündnis aus Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), den 16 Verbraucherzentralen, dem Deutschen Mieterbund (DMB), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), dem VerbraucherService (VS) im Katholischen Deutschen Frauenbund und Germanwatch. Wir klären über die Möglichkeiten jedes Einzelnen zum CO2-Sparen auf. Gegenüber Politik und Wirtschaft vertreten wir die Interessen der Verbraucher für einen Klimaschutz ohne Hürden. Wir werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert.
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