Zurzeit beschweren sich zahlreiche Verbraucher über Mahnschreiben der Firma Proinkasso GmbH mit Sitz in Neu-Isenburg. Die Firma wäre bevollmächtigt, im Auftrag der Next Invest AG, Tipp House und anderen Unternehmen Forderungen – überwiegend von Gewinnspieleintragungsdiensten – einzuziehen.
Die "Schuldsumme" sei innerhalb der nächsten sieben Tage zu überweisen, heißt es in dem Brief. Die möglichen Folgen der Nichtzahlung werden detailliert aufgelistet und reichen vom Mahnbescheid über Zwangsvollstreckung und Pfändung von Bezügen – auch Arbeitslosengeld, Rente, Bankguthaben – bis zur Eintragung in entsprechende Schuldnerverzeichnisse.
Die Personen, die sich bei der Verbraucherzentrale Berlin beschwert haben, versichern, die Firma weder zu kennen noch einen Vertrag mit ihr abgeschlossen zu haben, und bekommen es angesichts dieser "Drohungen" mit der Angst zu tun. Gabriele Francke, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Berlin, rät Betroffenen, die keinen Vertrag abgeschlossen haben, vor allem Ruhe zu bewahren und nicht zu zahlen. "Und unter gar keinen Umständen sollten sich die Empfänger der Briefe dazu hinreißen lassen, die angebotene Ratenzahlungsvereinbarung zu unterschreiben. Denn durch die Unterschrift verpflichtet man sich zur Zahlung, auch wenn die Forderung an sich jeder Rechtsgrundlage entbehrt."
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