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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Berlin

08.02.2010
Wert von Gas-Aktien kann sich in Luft auflösen

Zahlreiche Verbraucher erhalten zurzeit per Fax Empfehlungen, Aktien eines "kleinen unabhängigen Unternehmens" in Louisiana zu kaufen. Bei solchen Anlagegeschäften ist größte Vorsicht geboten, denn oft bleibt der gutgläubige Investor am Ende auf wertlosen Papieren sitzen.

Dr. Peter Lischke, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Berlin, sind diese Faxe wohlbekannt: "In Wellen tauchen diese Werbeangebote immer wieder auf. Am besten behandelt man sie wie Spams, die im E-Mail-Eingang landen – man wirft sie in den Papierkorb."

Die Aktiengesellschaften, wie zum Beispiel aktuell die Mainland Resources Inc. in den USA – ein Unternehmen mit "großem Erdgaspotenzial" –, existieren meist tatsächlich. Oft sind es kleine Firmen. Und genau das ist der Clou. Denn die Drahtzieher der Aktienaktion decken sich zu günstigen Tarifen mit Wertpapieren ein, bevor sie die Werbefaxe in ganz Deutschland verbreiten. Dann entwickelt der Markt seine eigene Dynamik: Selbst wenn nur wenige Hundert Personen Aktien des Unternehmens kaufen, kommt es zu einer rasanten Kurssteigerung. In diesem Moment treten die windigen Spekulanten wieder auf den Plan und stoßen ihre Wertpapiere ab.

"Nun fällt der Kurs wieder dramatisch, und wer jetzt noch Aktien besitzt, bleibt darauf sitzen und erlebt so seinen ganz persönlichen Schwarzen Freitag", erläutert Geldanlageexperte Lischke, der empfiehlt, sich vor einer Investition unabhängig bei der Verbraucherzentrale Berlin beraten zu lassen.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Berlin e.V., Hardenbergplatz 2 , 10623 Berlin
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-berlin.de/link671911A.html