Obwohl teilweise mehr S-Bahn-Züge auf dem Abstellgleis standen, als in Berlin und Brandenburg zu verkehren, fuhr der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg im letzten Jahr ein Rekordergebnis ein.
Über eine Milliarde Euro Umsatz erzielten die 40 Unternehmen, die dem Verkehrsverbund angehören, durch Ticketeinnahmen. Die größten Gewinne konnte die BVG verbuchen: Bedingt durch die S-Bahn-Krise beförderte das Unternehmen 93 Millionen mehr Fahrgäste als 2008 und zählte 925,4 Millionen Fahrten.
Trotz dieses sensationellen Ergebnisses steht die BVG aber wirtschaftlich völlig neben dem Gleis: Ganze 65 Millionen Euro Verlust häuften sich im vergangenen Jahr an. BVG-Chef Andreas Sturmowski will nun mit Volldampf aus der Talsohle herauskommen, indem er eine Preiserhöhung für Einzelfahrscheine fordert.
Die Verbraucherzentrale Berlin sieht angesichts dieses
Ergebnisses keinerlei Grundlage für eine Preiserhöhung bei gleichzeitig verminderter Leistung der S-Bahn, die ja von den Erhöhungen ebenfalls profitieren würde. Der Abbau des Schuldenbergs der BVG sollte vielleicht anders bewältigt werden.
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