Der Billigflieger Ryanair gerät immer wieder in die Schlagzeilen. Im April ließ die Fluggesellschaft ihre Passagiere nach dem Vulkanausbruch in Island im Regen stehen; und regelmäßig tauchen Meldungen über neue geplante Gebühren auf – wie zum Beispiel für die Benutzung der Bordtoilette. Aktuell steht Ryanair mit Zusatzentgelten fürs Gepäck während der Ferien in der Kritik.
Zuerst die scheinbar gute Nachricht: Früher beförderte Ryanair lediglich 15 Kilo schwere Koffer und Taschen; aber jetzt hat die irische Fluggesellschaft fünf Kilo draufgelegt. Die scheinbar generöse Zugabe ist jedoch – wie nicht anders zu erwarten – nicht umsonst: Es kostet stattliche 25 Euro, einen 20-Kilo-Koffer aufzugeben. Angesichts dieses Betrags geraten allerdings viele Verbraucher, die in den großen Ferien verreisen wollen, nicht ins Schwitzen. Denn bei den sommerlichen Temperaturen in ganz Europa ist es durchaus möglich, mit einem bis zu 15 Kilo schweren Koffer auszukommen – für den 15 Euro zu zahlen sind. Und für eine Handgepäck-Sparversion unter 10 Kilo fallen gar keine Kosten an.
Viele Verbraucher können oder wollen jedoch nicht mit leichtem Gepäck reisen – und müssen dafür in den nächsten Wochen noch mehr Geld berappen: In der heißen Reisezeit im Juli und August berechnet Ryanair pro Gepäckstück eiskalt einen Aufpreis von 5 Euro. "Es ist eine Frechheit, den Fluggästen durch willkürlich und durch nichts zu rechtfertigende Zusatzgebühren das Geld aus der Tasche zu ziehen", kritisiert Eva Klaar von der Verbraucherzentrale Berlin.
Die Reiserechtsexpertin rät, vor der Buchung generell die Angebote gründlich miteinander zu vergleichen und auch die Preise der klassischen Linienfluggesellschaften zu prüfen. "Mitunter sind deren Angebote besser, und vor allem enthalten sie keine lästigen, teilweise unübersichtlichen Extrakosten", so Eva Klaar.
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