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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Berlin

30.11.2010
Statt Geld Horrortelefonrechnung: "Bezirkskasse Süd" treibt mit falschen Zahlungsversprechen ihr Unwesen

Weihnachten steht vor der Tür, und das Geld rinnt den Verbrauchern wie jedes Jahr nur so durch die Finger. Da kommt doch die Nachricht, Anspruch auf 6.321,48 Euro zu haben, gerade recht. Aber leider verbirgt sich hinter der frohen Botschaft nichts als ein weiterer Versuch der Telefonabzocke.

Wenn die Empfänger der Gewinnmitteilungen telefonisch ihr Aktenzeichen angeben und mitteilen, ob der "Überschuss" aus der "Zinsfördererklärung" auf ihr Privatkonto überwiesen oder per Barscheck zugeschickt werden soll, ist der Weg für die Auszahlung des erklecklichen Geldbetrags gesichert – das suggerieren die offenbar massenhaft versendeten Schreiben der "Bezirkskasse Süd".

Leider aber sieht die Realität anders aus: Wer geschwind die 0900er-Nummer wählt, um im Handumdrehen den Überschuss einzustreichen, wird lange in der Leitung gehalten. "Bei den im Schreiben angegebenen 1,89 Euro pro Minute und entsprechender Geduld des Anrufers kommen leicht horrende Summen zusammen, und die nächste Telefonrechnung löst dann bei vielen Verbrauchern blankes Entsetzen aus", berichtet Susanne Nowarra von der Verbraucherzentrale Berlin.

"Verbraucher sollten derartige Post sofort in den Papierkorb werfen und unter keinen Umständen die angegebene Nummer anrufen", so der dringende Rat der Juristin.

PS: In diesem Zusammenhang bittet die Verbraucherzentrale Berlin darum, in Zukunft von schriftlichen Anfragen zur Seriosität einzelner Firmen abzusehen, da der Kostenaufwand für deren Beantwortung und die Zusendung von Infomaterial bei Weitem die personellen und wirtschaftlichen Kapazitäten übersteigt. Egal ob es sich um Überschuss- oder Gewinnversprechen handelt, die oftmals in sogenannte Kaffeefahrten münden: Hinter diesen Schreiben verbirgt sich immer der Versuch, arglosen Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die besten Ratgeber sind hier Skepsis und gesunder Menschenverstand.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Berlin e.V., Hardenbergplatz 2 , 10623 Berlin
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-berlin.de/link816211A.html